8 Gründe, warum ich Reisecamper bewundere

8 Gründe, warum ich Reisecamper bewundere

„Der Platz ist von Dauercampern geprägt“ –  heißt es in einschlägigen Campingplatz-Führern oftmals.

Klingt nach Krankheit.

Ich weiß ja nicht, wie es in deinen Ohren ankommt, aber ich höre da eher eine Warnung: „Hee, Leute, geht da nicht hin. Da sitzen nur die dickbäuchigen Laubenpieper, die Leute mit Pförtnersyndrom, die Campingplatz-Bürgermeister. Pfui, Bäh, Sitz, Platz, Aus.“

Und ja, verdammt, die gibt es auch, und nein, ich finde diese Leute auch nicht besonders symphatisch.

Aber ist das ein spezifisches Campingplatz-Symptom?

Also, ich habe bei JEDEM meiner bisherigen Wohnorte einen sich aufspielenden, besserwissenden und oftmals ewiggestrigen Hilfs-Sheriff in meiner Nachbarschaft gehabt.

Aber zurück zum Thema: Ich bin ja nun schon ein paar Jahre Dauercamper und bin eher wie die „Jungfrau zum Kinde“ zum Dauercamping gekommen. Ich bin aber – wie hoffentlich die Mehrheit der Dauercamper – eigentlich ein aufgeschlossener und freundlicher Zeitgenosse. Naja, meistens jedenfalls.

Sicherlich gibt es zahlreiche Gründe, Dauercamper zu werden und nicht zu reisen.

Bei mir ist es daraus entwachsen, dass meine Kinder Autofahren (und allgemein das Stillsitzen) einfach hassen. Wer schon mal ein oder zwei Stunden mit einem brüllendem Kind in einem geschlossenen Raum verbracht hat, der weiß – das ist der pure Horror.

Für mich kamen also lange Fahrten bis auf weiteres nicht in Frage.  Es musste eine Alternative her, mit der alle einigermaßen zufrieden sind.

Ganz klar, als besonders „sportlich“ sehe ich Dauercamping nicht, vorbei die Städtereisen nach Barcelona, London und Rom.

Dennoch bin ich mittlerweile mit Leib und Seele Dauercamperin, denn ich schätze den Komfort, die kurze Anfahrt und den Luxus, ein „zweites zu Hause“ zu haben. Zudem bin ich als Hamburgerin eine ganz ausgesprochene Ostsee-Freundin – schon immer gewesen.

Bei uns auf dem Platz  sind in diesem Sommer einige Reisecamper gekommen und gegangen und ich sehe viele Dinge, die ich bewundernswert finde.  Aus meiner Sicht gibt es auch keinen Graben zwischen Dauer und Reisecampern. An mir solls nicht liegen. Jedem das seine, denn man weiß ja nie, warum man sich für die eine oder andere Art des Reisens bzw. Freizeit verbringens entschieden hat.

Hier, liebe Reisecamper, sind meine Gründe, warum ich euch bewundere:

  • Träumen und Vorfreude: Du planst deinen nächsten Trip, bist mit dem Finger auf der Landkarte, bis die Ohren glühen. Du hast die Qual der Wahl. Ihr könnt euch noch ans Ziel träumen – wir wissen was uns erwartet. Das ist auch gut, aber nicht immer spannend.
  • Überraaaaschung: das Reiseziel birgt jede Menge Überraschungen – ob positiv oder negativ – Hauptsache Abenteuer! Wir Dauercamper bleiben ja immer an Ort und Stelle.
  • Mann, bist du sportlich: Bei Wind und Wetter gehst du mit deienr Wasch-Schüssel zum Abwaschbereich, während wir faulen Säcke gemütlich bei fließendem Wasser im Zelt abwaschen,  manche machen sogar nur die Geschirrspülmaschine an.
  • Kommunikation: Du musst dich auf jedem neuen Campingplatz durchfragen und kommst insgesamt viel mehr mit gleichgesinnten Campern ins Gespräch. Es werden oftmals jedes Jahr oder am Wochenende neue Freundschaften geschlossen. Wir reden überwiegend mit den immer gleichen – zugegeben sehr freundlichen – Nachbarn.
8 Gründe, warum ich Reisecamper bewundere
8 Gründe, warum ich Reisecamper bewundere
  • BBQ-Experte: Du machst dir oft besonders viel Mühe, du Grill-Luder: Heute Hamburger auf dem Grill, morgen Teryaki-Hähnchen – wie cool bist du denn? Nicht den angeschlossenen Gasherd zünden und Mudders Erbsensuppe kochen – du hast noch richtig viel Kreativität und Fantasie  – Respekt.
  • Tapferkeit Anreise: Oh man, manchmal hab ich richtig schlechtes Gewissen, wenn ich schon beim dritten Pils sitze und du abends spät im dunklen anreist. Du bist vielleicht kaputt, genervt und müde von der Fahrt und möchtest am liebsten ins kuschelige Bettchen fallen. Und trotzdem: Du bugsiert den Wohnwagen, richtest alles her und scheust dabei kein Regen und kein Wind.
  • Weltentdecker: Du entdeckst immer wieder neue Plätze und Sehenswürdigkeiten, das schärft den Sinn und die Allgemeinbildung.  Als Reisecamper kommst du auch ins Ausland: Italien, Frankreich, Kroatien: Die Atmosphäre in südlichen Gefilden ist einfach toll, das Essen schmeckt besser. Tolle Campingplätze, Poolanlagen, Rutschenpark und jede Menge dolce vita. Bei dir ein „Mondieu“, bei mir ein „Moin“.

  • Gewichtsfragen: Du musst viel organisieren, damit dein Wohnwagen kein Übergewicht hat und bist den gesetzlichen Vorgaben verpflichtet. Das kann dir den Schweiß ins Gesicht treiben, jedesmal aufs neue. Das große „O“ (Obelink) ist dein Stamm-Dealer. Ich bewundere, dass du dich immer wieder akriebisch damit beschäftigst. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht immer Laune macht.

Wie du siehst, gibt es viele Gründe, die ich als Dauercamper an dir aus tiefstem Herzen bewundere.

Und vielleicht ist es nicht nur die pure Arroganz, wenn ich nicht gleich zu Hilfe eile. Manchmal traue ich mich einfach nicht, auf Reisecamper zuzugehen und warte erstmal ab, wie sie „so drauf sind“ – wenn du mich aber grüßt, grüße ich bestimmt zurück – versprochen!

Übrigens: Hier habe ich einen Beitrag über die schönsten Geschenke für Camper geschrieben – schau doch mal rein.

Geschnke für Camper

 

Du willst keinen Beitrag mehr verpassen? Dann folge mir auf Facebook!

Was spricht für dich für Reisecamping oder Dauercamping?

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.