Auffahrt bauen auf dem Dauercampingplatz

Asche auf mein Haupt.

Etwas länger hast du nichts mehr hier auf dem Blog gelesen.

Neben Weihnachtsstress und nachfolgenden Geburtstags-Vorbereitungen gab es dafür vor allem einen Grund: mich hat es mit einem schweren Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule erwischt.

Die Schmerzen strahlen derart auf meinen rechten Arm aus, dass das Tippen längerer Texte sehr schmerzhaft ist.

Neben hohen Dosen Rotwein qua Selbsmedikation habe ich die Klassiker Cortisonspritzen und Krankengymnastik verschrieben bekommen. Ich wurschtel mich also eher schlecht als recht durch.

Das hält mich natürlich nicht davon ab, die nächsten Projekte auf dem Campingplatz zu planen. Dieses Jahr steht als erstes das Gehwegplatten-Fundament für unseren Pavillon an.

Eigentlich wollten wir das selber schnell „hinwerfen“.  Aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen, werden wir das aber wohl von einem Fachmann machen lassen.

Trotzdem wollte ich dir auf jeden Fall noch von einem der letzten Projekte aus dem Jahr 2018 berichten. Wir haben eine Auffahrt auf unserem Dauercampingplatz gebaut.

Natürlich ist wieder jede Menge schief gegangen. Alles andere wäre ja auch völlig absurd.

Aber ganz von vorn.

Mein Mann hat es sich schon immer gewünscht, mit dem Auto direkt zur Parzelle fahren zu können. Man kann auch ohne leben, klar, aber da wir nun eine geräumige Parzelle haben, warum nicht?

Wir haben also lange hin und her überlegt, wie wir eine Auffahrt machen können. Wie immer sollte es möglichst unkompliziert und kostengünstig sein.

Wir haben uns letztentlich also für die Rasengitterstein-Variante entschieden.

Wie fange ich an?

Zunächst einmal haben wir den Reifenabstand unseres Autos ausgemessen.  Jeweils mittig der Reifen wollten wir dann auch die beiden Fahrspuren aus Rasengittersteinen setzen.

Nachdem wir das Areal abgesteckt haben, haben wir zwei spatentiefe Gräben ausgehoben. Die Breite ergibt sich aus der Breite der Rasengittersteine (40cm), die Länge haben wir auf 360cm gezogen, dies entspricht 6 Rasengittersteine à 60cm.

Für einen besseren Drainageeffekt  und Stabilität wäre es eigentlich sinnvoller gewesen, erst Kies oder Betonrecycling in die ollen Gräben zu schütten, bevor man mit Sand auffüllt und verdichtet. Wider besseren Wissens haben wir aber nur mit Sand gearbeitet.

Ist ja logisch, dass wir die Quittung dafür bekommen haben.

Wir haben also direkt auf den (immerhin verdichteten) Sand die Rasengittersteine gelegt, wir Hohlköpfe.

Stolz wie Oskar haben wir dann eine erste „Probefahrt“ auf unsere Auffahrt gemacht.

Mein Mann ist gefahren, ich habe geguckt. Du musst dir das so vorstellen, dass ich das nahende Auto wie in Zeitlupe  anfahren sah. Und dann haben sich unter dem Gewicht des Autos praktisch alle Rasengittersteine wie Klaviertasten emporgehoben.

Das war nicht schön. Gar nicht schön.

Oben auf dem Bild siehst du, wie die Rasenigttersteine praktisch nur lose auf bzw. im Sand liegen. So hält es definitiv nicht.

Teilweise sind die Rasengittersteine gebrochen, die Reifen des Autos haben die Rasengittersteine zur Seite geschoben. Das Auto hat sich fast festgefahren in dem freigewordenem Sand. Tja, was soll ich sagen – Dummheit muss bestraft werden.

Es musste also ein Plan B her und wir den Karren buchstäblich aus dem Dreck ziehen.

Also haben wir erstmal alle zerbrochenen Rasengittersteine ersetzt und alles wieder ordentlich zurecht gezuppelt.

Dann haben wir uns eine Fuhre Betonrecycling beim Campingplatz bestellt. Dies haben wir dann mit viel Inbrunst über die Rasengittersteine verteilt.

Nicht nur direkt darauf, sondern vielmehr links und rechts, damit die Steine gar keine Möglichkeit mehr dazu haben, „Reißaus“ zu nehmen.  Wichtig war, dass die Rasengittersteine in einem stabilen „Bett“ liegen.

Dann haben wir wieder unseren Handstampfer eingesetzt und das ganze händisch verdichtet. Blasen an den Händen, Rückenschmerzen, Schweiß und viel Bier-Durst inklusive, versteht sich.

Oben auf dem Bild sieht man schon, dass die ganze Geschichte viel stabiler aussieht, oder? Die Auffahrt hat schlussendlich bombendicht gehalten.

Danach habe ich jedes einzelne Loch mit Muttererde und Rasensamen gefüllt. Die Wurzelbildung des Rasens soll für zusätzlichen Zusammenhalt und Stabilität sorgen.

Das war natürlich auch eine dummsinnige Idee, die Vögel haben bereits bis zum nächsten Tag die meisten Rasensamen verspeist. Wohl bekomm`s.

Aaaaaber:  als wir im Januar nach dem zur Finca gefahren sind,  um nach dem „rechten zu schauen“, ist sogar schon reichlich Gras über die Sache gewachsen. Windbestäubung oder so. Alles in allem haben wir es also nun doch geschafft, eine Auffahrt zu machen, die hält.

Folgst du mir schon auf Facebook oder Instagram? Das würde mich freuen! Besuche doch auch die Dauercamper für Anfänger und Fortgeschrittene Facebook-Gruppe!

Tipp: Hier findest du meine Seite „Die schönsten Geschenke für Camper“.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.