Dauercamper-Typen, die mich nerven

Jedem Dauercamper sollte klar sein, dass man ein Mindestmaß an Toleranz braucht, um so eng beieinander zu wohnen. Umso mehr wundert es mich, dass ich immer wieder auf Dauercamper-Typen stoße, die das soziale Miteinander nicht beherrschen.

Ich habe mir mal ein paar Typen herausgepickt, die mich persönlich nerven. Ich habe meine Typen bewusst überzeichnet und verstehe den Beitrag auch nicht bierernst. Wenn ich nämlich von solchen Typen umringt wäre – und das bin ich nicht – dann würde ich wohl nicht Campen.

Natürlich sind die meisten Dauercamper sehr nette und umgängliche Menschen, das ist ja logo. Vielleicht erkennst du trotzdem den einen oder anderen Typus wieder.

Bildquelle Fotolia © Tom Bayer

Der Bürgermeister

Der Bürgermeister ist mein absoluter Liebling: Er ist seit (mindestens) 30 Jahren auf dem Platz und kennt ihn wie seine Westentasche. Deswegen ist ER auch der Bestimmer. „Das war schon immer so“ oder „hier wird das so gemacht“ sind seine Standard-Phrasen. Als „Neuer“ bist du erst mal ganz unten in seinem Hierarchie. Herrje.

Der Besserwisser

Was immer man baut, er ist vor Ort. Nicht nur das: er hilft mit seinen klugen Ratschlägen, an seiner Bierflasche nuckelnd, packt aber nicht mit an. Wenn doch, dann merkt man schnell, dass er mehr redet als dass er kann.

Tolerante Eltern und Hundebesitzer

„Arschloch hoch Amerika“ – Hauptsache, die Kinder sind glücklich. Lass die lieben Kleinen doch zwischen den Parzellen Fußballspielen. In regelmäßigen Abständen wummst es jetzt – am liebsten zur Mittagsruhe – und wenns denn den geliebten Wohnwagen trifft „ist das doch nicht so schlimm“. Doch, und es treibt mich innerlich zur Weißglut. Nur meine gute Kinderstube verbietet es mir (Mutter), zurückzuschießen und aus Versehen Muttis Kopf zu treffen. Und auch diese Daueramper gibt es: Man sitzt beim Frühstück und der Nachbars Hund kackt auf meine Parzelle. Der liebe Nachbar hat gerade seine Beutel vergessen. Natürlich.

Unfreundliche Dauercamper

Meine Güte: Man teilt das gleiche Hobby und wenn man einander passiert, zumal im eigenen Platzbereich,  kann man sich doch wenigestens mal zu einem Gruß herablassen. Freundlichkeit auf einem Campingplatz entsteht dadurch, dass die Menschen freundlich zueinander sind.

Drecksäue

Die Gattung der Drecksäcke geht duschen und hält es nicht für nötig, eine Dusche nachher sauberzumachen. Gerade bei den Damen werden Tönungen herausgewaschen (bäh) und rasiert (ihgitt) was das Zeug hält, und wenn man danach in die Dusche geht, steht man auf einem Büschel Haare – selbst mit Badeschuhen eklig. Schonmal den Abzieher bei den Duschen gesehen?

Geizhälse

Weil sie 1500.- Euro Pacht bezahlen, fühlen sie sich wie King Koks und meinen, ihnen gehört der Campingplatz. Jeder kleinste Handschlag liegt in der Verantwortung des Campingplatzes – schließlich hat man dafür ja bezahlt. Besucher werden nicht kostenpflichtig angemeldet, sondern hereingeschmuggelt – das ist doch wohl schon mit der Pacht erledigt. Müll wird nicht in den Bezahl-Müllsäcken vom Campingplatz entsorgt, sondern klammheimlich im Haushalts-Müllbeutel in den Container gefeuert. Schämt euch.

Diva

Bildquelle Fotolia © vladorlov

Es ist ihm zu laut, es ist ihm zu heiß, es ist ihm zu nass.  Man ist auf einem 5 Sterne Campingplatz, aber die vorhandene Gastronomie konveniert nicht, der Strand hat zuviel Sand, die Waschhäuser werden nicht oft genug gereinigt. Die Rezeption ist nicht lange genug besetzt, der Müllplatz -Zeiten zu kurz, der Supermarkt hat ein unzureichendes Angebot. Und überhaupt, wo ist der nächste „Gosch“. Snickers?

Missgünstlinge

Nennen meistens eine beeindruckende „Finca“ ihr eigen, können es aber partout nicht ertragen, wenn man es sich auch mal richtig schön macht. Da wird jedes Aufrüsten der eigenen Parzelle als persönlichen Angriff angesehen.

Der Dauer-Besucher

Kaum kommt man Freitagabend auf seine Parzelle, steht er schon in den Startlöchern: „Party on“. Wir möchten erstmal „ankommen“, essen und auspacken. Dann gerne.  Diese Zunft kommt sehr regelmäßig „unangemeldet“ vorbei. Das es irgendwann mal reicht, merkt dieser Typus aber gar nicht. Er kommt immer wieder und immer wieder, so deutlich kann man gar nicht werden. Selbstreflektion: Nein Danke.

Meckerheinis

Wehe man schneidet in der Mittagsruhe seinen Rasen mit der Nagelschere, schon steht er auf der Matte und bittet um Einhaltung der Mittagsruhe. Der Hund darf auch nicht bellen in der Mittagspause. Soll man den Hund (oder die Kinder) jetzt knebeln, oder wie ist der Plan? Ein Mindestmaß an Toleranz schadet auf einem Dauercampingplatz nicht, also mach dich mal locker. Oder kauf dir ein Ferienhaus in der Heide, wenn dir nichts passt.

Dauer-Partymöpse

Sehen ihren Dauercampingplatz ausschießlich als Feierdestination. Ihnen ist es völlig egal, ob nebenan Kinder versuchen, einzuschlafen. Da werden Freude und Nachbarn eingeladen, Alkohol fließt in rauhen Mengen. Lautstärke bis tief in die Nacht und das ohne Rücksicht auf Verluste. Nur ok, wenn ich dabei bin.

Streber

Man chillt gemütlich bei Bier und heiterem Spiel und der Streber erzeugt durch seine permanente Betriebsamkeit `ne Druckkulisse. Furchtbar. Dreimal am Tag wird der Rasen gemäht, Hecke geschnitten, Blumen gepflegt, Zelt und Wohnwagen gewienert, Fugen geschabt, Unkraut abgefackelt. Wie wärs mal mit ner Tasse Kaffee zwischendurch. Sonst denke ich immer „Achja, Rasen müsste ich auch mal wieder mähen“.

Schleimer

Der Pächter ist sein bester Freund, als gäbe es kein morgen. Immer auf Tuchfühlung, immer ordentlich väterlich auf die Schulter klopfen. Ein insgesamt grenzüberschreitender Mensch, der nicht in der Lage ist, Distanzen zu wahren.  Yo Bro` – mit dir wollte schon als Kind keiner spielen.

Bildquelle: fotolia / © momius

Gesetzeshüter

Schrankenzeiten, Öffnungszeiten, Campingplatzverordnung – er kennt sie alle bis ins Detail. Und er hält nicht hinterm Berg, dies auch kundzutun. Er belehrt über Hecken, die zu pflanzen sind und über Brandschutzabstände, die einzuhalten sind. Er sagt uns, wo die Kinder zu spielen und die Hunde ihre Geschäfte zu verrichten haben, wo und wie genau Autos geparkt werden sollen. Gut, dass wir dich haben. Sonst würden wir ja alles falsch machen.

Fazit:

Die meisten Dauercamper sind nette und umgängliche Zeitgenossen. Aber ohne einen Typen wir oben beschrieben, geht es wohl nicht. Versuchen wir also, solche Typen nicht allzu ernst zu nehmen und Milde walten zu lassen.

Was kennt ihr für Dauercamper-Typen, die euch nerven?

Übrigens: Hier habe ich einen Beitrag über die schönsten Geschenke für Camper geschrieben. Du willst keinen Beitrag mehr verpassen? Dann folge mir auf Facebook!

 

Geschnke für Camper

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Comment

  1. Philipp
    12. Dezember 2017

    Dauercamper, die Angst vor Stromklau haben, da die „bösen Kurzurlauber“ sich schnell mal an fremde Steckdosen hängen. So ist u.a. unser SCAPO Strom-Management-System entstanden, mit dem man Stromklau auf Campibgplätzen verhindert und die Stromverbrauchspunkte fernausgelesen und -gesteuert werden können.
    Das System sorgt für Frieden zwischen Campern und der Platzverwaltung!

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