Gehwegplatten verlegen auf dem Dauercampingplatz

Ja, isses denn!

Das Projekt, über das ich euch heute berichten möchte, ist nahezu reibungslos verlaufen.

Ein bisschen ängstigt mich das schon, da in aller Regel mit Widrigkeiten zu rechnen ist. Zumindest bei uns.

Wir haben einen Gehweg auf der Parzelle gebaut. Naja, „bauen“ ist wohl etwas zuviel gesagt, wir haben Gehwegplatten verlegt.

Und – Potzblitz – es war eine dankbare Arbeit, denn man schafft viel –  in kurzer Zeit.

Warum Gehwegplatten verlegen auf dem Campingplatz?

Natürlich muss man nicht zwingend Gehwegplatten auf dem Campingplatz verlegen. Allerdings ist unsere Parzelle bei Regen ziemlich feucht, um nicht zu sagen, man versinkt knöcheltief im Matsch. Glaub`mir, das ist nicht schön.

An der Ostsee ist sehr häufig Lehmboden zu finden und das Wasser kann daher nicht einsickern, sondern kommt schwupps – wieder nach oben. Man hätte die Parzellen drainieren müssen, was aber leider seitens des Campinplatzes nicht passiert ist.

Wir wollen aber trockenen Fußes unser Vorzelt erreichen.

Ein weiterer Vorteil an Gehwegplatten ist, dass die Parzelle ordentlich und erschlossen aussieht.

Wie du weißt, sind wir weder Handwerker, noch verfügen wir über viel Zeit. Deswegen ist unser Ziel, unsere Projekte möglichst unkompliziert und schnell zu bewältigen.

Materialien vorher besorgen

Ich kann es nicht oft genug empfehlen: besorge dir alle benötigten Materialien bereits am Wochenende BEVOR zu anfängst, zu bauen.

Mittlerweile kaufen wir an einem Wochenende die Materialien und am darauffolgenden Wochenende starten wir unser Projekt. Ansonsten geht dir zuviel Zeit flöten. Gerade bei schweren Materialien wie Gehwegplatten in 50x50cm muss man meistens häufiger fahren.

Eine Gehwegplatte wiegt um 28 kg. Da kannst du dein Auto nicht mit 30 Platten vollstopfen, vom Sand mal ganz abgesehen.  Ermittle im Vorfeld deinen Bedarf und lege dir die Materialien in die Nähe der Baustelle.

Gehwegplatten sollte man nie plan übereinander legen, sondern immer im Versatz. Das ist wichtig, um die Platten beim Verlegen gut greifen zu können.

Gehwegplatten stapeln

Wenn du die Möglichkeit hast, dann organsisiere dir entsprechend viel Sand. Manche Campingplätze liefern direkt an, ansonsten liefert der Baustoffhandel deines Vertrauens kubikmeterweise Sand.

Gehwegplatten verlegen

Zunächst einmal musst du den Untergrund, auf den du Gehwegplatten verlegen willst, etwa spatentief ausheben.

Nun hast du verschiedene Möglichkeiten, den Untergrund der Gehwegplatten zu befestigen. Sicherlich ist es die langlebigste Methode, eine ausreichende Schicht Betonsplit oder ähnliches in deinen Aushub zu verbringen.

Danach solltest du den Boden mit einer Rüttelplatte verdichten, um Stabilität für die Gehwegplatten zu bekommen. Erst dann kommt eine ausreichende Schicht Sand darüber und die Gehwegplatten können verlegt werden. Wasserwaage nicht vergessen.

Uns erschien es zu kompliziert und zeitintensiv, eine Rüttelplatte zu besorgen und zwei Schichten zu bearbeiten.

Also haben wir zwei Sachen beschlossen:

  • Wir bauen nur auf Sand
  • Wir kaufen uns einen Handstampfer ()

Nachdem wir also den Untergrund spatentief ausgehoben haben, haben wir erst Unkrautfolie und dann ordentlich Sand in die Grube gemacht und den Handstampfer geschwungen.

Machen wir uns nichts vor, es ist eine Scheißarbeit – vor allem für Büromenschen – den Boden mit einem Handstampfer zu verdichten. Der Rücken lässt grüßen. Aber es funktioniert.

Wenn du damit fertig bist, folgt auf die Pflicht die Kür: Gehwegplatten verlegen. Ich empfehle, die Gehwegplatten zu zweit zu verlegen. Bei uns hat es ruckzuck geklappt und es ist rückenschonender als alleine.

Wir hatten beide schon Bandscheibenvorfälle und müssen eben etwas Acht geben. Außerdem bringt es zu zweit mehr Spaß und das Bier schmeckt hinterher noch besser.

Nicht vergessen solltest du einen anständigen Gummihammer. Hiermit kannst du die Lage der Platten noch feinjustieren. Immer im Anschlag solltest du natürlich eine Wasserwaage haben.

Wir sind übrigens an der Zeltecke angefangen, um von da ausgehend eine saubere Gehwegstrecke hinzubekommen.

Als letztes musst du die Fugen mit Sand füllen. Hierzu wirfst du Sand auf deine verlegten Gehwegplatten und fegst immer und immer wieder drüber.

Man kann trockenen Sand nehmen, der Fachmann empfiehlt aber eher nassen Sand. Ich habe es mit nassem Sand gemacht, finde es aber schwieriger, ihn in die Fugen zu bekommen. Naja, jedenfalls habe ich das Elend irgendwann fertig bekommen.

Fazit:

Gehwegplatten verlegen ist eine dankbare Arbeit. Wenn du es dir nicht allzu kompliziert machst, geht es schnell und kostet nicht die Welt. Besorge dir am besten vorher die Materialien und macht es zu zweit.

Hast du schon  mal Gehwegplatten verlegt?

 

 

 

 

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