Hecke pflanzen auf dem Dauercampingplatz

Ich möchte heute von meinem Projekt Hecke pflanzen auf dem Dauercampingplatz berichten.

Da wir ja eine neuerschlossene Parzelle auf unserem Campingplatz gepachtet haben, gleicht unsere „area“ eher einem Neubaugebiet.

Was heißt das? Nuja, alles ist frei, die Begrünung lässt zu wünschen übrig, es ist kahl, kurz: es ist überhaupt nicht muckelig.

Zu allem Übel liegt unsere Parzelle zwar im Outback, aber daher auch an einem Ausgang des Campingplatzes, an dem Hundebesitzer in der Saison in Scharen entlang pilgern. Und nein, ich habe natürlich kein Problem mit Hunden oder deren Besitzer.

Dennoch wünsche ich mir natürlich ein bisschen Privatsphäre und nicht jeder muss mir morgens beim Frühstück auf die Wampe gucken.

Also habe ich beschlossen, eine Hecke zu pflanzen, auch, weil ich eine Einfriedung einfach viel freundlicher finde.

Campingplatz-Verordung checken

Zu allererst gilt auch hier: wie sieht die gemeindeseitige oder eigene Campingplatz(ver)ordnung aus? Davon kann nämlich abhängen, ob ihr heimische oder auch andere Heckenpflanzen pflanzen dürft.

Es ist ja nichts ärgerlicher, als wenn du eine fuffzehn Meter lange Hecke aus Lorbeer oder teurem Oleander pflanzt und dann eröffnet dir der Platzwart, dass du die geschmeidig wieder entfernen kannst. Das würde ein nicht zu unterschätzenden Geldverlust für dich bedeuten. Von der mühseligen Arbeit und dem Frust will ich gar nicht anfangen.

Desweiteren kann dir auf die Füße fallen, dass du nur „Flachwurzler“ und keine „Tiefwurzler“ pflanzen darfst. Die Erklärung ist einfach: Es können Rohre für Zuwasser, Abwasser oder Strom unter deiner Parzelle langlaufen und  diese können durch tiefer wurzelnde Gewächse beschädigt werden. Das muss man erstmal wissen.

Hecke pflanzen auf dem Dauercampingplatz

Ich bin also zur Rezeption gelatscht und habe alles gecheckt. Die Ansage war folgendermaßen: Die Hecke muss nicht heimisch sein, darf aber kein Tiefwurzler sein.

Die Antwort wollte ich hören. Denn ich möchte möglichst günstige, pflegeleichte und anspruchslose Heckenpflanzen haben.

Wenngleich manche Leute die von mir favorisierten Thujen mit Friedhofspflanzen  assoziieren, war meine Entscheidung bereits gefallen.

Vorteile Thuja

  • Flachwurzler
  • Pflegeleicht
  • Immergrün
  • Anspruchslos
  • Wächst schön dicht
  • Gut zu schneiden
  • soll beliebteste Heckenpflanze der Deutschen sein
  • Riecht super nach Tannenbaum

Wieviele Heckenpflanzen pro Meter

Also bin ich zum Baumarkt meines Vertrauens gefahren ( in der Regel Hagebau) und habe 36 Pflanzen gekauft. Wieso 36? Ich wollte eine 12 Meter lange Hecke pflanzen. Man rechnet in der Regel mit drei Pflanzen pro Meter. Ich habe sogar noch 6 Stück über gehabt, die ich ums Eck gepflanzt habe.

Was kostet eine Thuja

Ich habe Thuja occidentalis genommen mit einer Höhe von 80-100cm. Das reicht völlig aus und eine Pflanze kostet um 3.- Euro im Baumarkt. Ich habe also für alle Pflanzen um 100 Euro ausgegeben. Geht ja noch.

Die Baumarkt-Frau hat mich dann auch gleich dahingehend beraten, dass ich keinesfalls Blumen-, sondern Pflanzerde nehmen soll. Du kannst mich erschlagen, bis dato war für mich Erde gleich Erde.

Aber man lernt ja nicht aus. Hier musst du  aufpassen, denn der Preis ist sehr unterschiedlich und dann kann die blöde Erde plötzlich ganz schnell ins Geld gehen.

Der geneigte Garten-Crack wird jetzt mahnend den Finger heben und „dududu“ sagen. Denn es soll immense Unterschiede in der Qualität der Erden gibt.

Ja, das mag sein. Aber es ist ein Campingplatz, ich habe noch viele Projekte zu bezahlen und möchte an dieser Stelle die Kirche einfach mal im Dorf lassen. Danke.

Pflanzerde statt Blumenerde

Ich habe Pflanzerde für 12 Euro pro 60 Liter gesehen und welche für knapp über 4.- Euro für 60 Liter. Natürlich habe ich zur günstigen gegriffen, zumal ich am Ende 500 (!) Liter gebraucht habe. Das liegt aber eher an unserer sehr nassen Parzelle. Übrigens stand auf den Säcken „aufgedüngt“, was wohl soviel heißt wie „mit Dünger gepimpt“. Mich hat die Erde dann am Ende keine 40.- Euro gekostet, aber immerhin.

Dann habe ich mir noch einen Sack Hornspäne gegönnt, ein natürlicher Dünger, zu dem mir eine befreundete Garten und Landschaftsbauerin geraten hat.

Wie pflanze ich eine Hecke

Wenn du eine Hecke pflanzt, dann buddelst du nicht einzelne Löcher, sondern ziehst einen langen, geraden Graben. Ich habe mir vorher mit Heringen und einer Leine aus dem Baumarkt den ungefähren Verlauf markiert.

Dann stichst du mit einem gescheiten Spaten deinen Graben so „Pi mal Paddelboot“ aus. Feinjustieren kann man hinterher immer noch, also immer locker bleiben. Soviel kann man bei einer Hecke nicht kaputt machen und optisch fällt ein kleiner Patzer nicht ins Gewicht.

Meine befreundete Garten und Landschaftsbauerin hat mir dann noch folgenden Tipp gegeben:

Da man die Pflanzen in der Regel in diesen Plastikblumentöpfen erwirbt, wachsen die Wurzeln darin rund. Wenn das der Fall ist, dann nimmst du ein Cutter-Messer zur Hand und ritzt die Wurzeln von oben nach unten senkrecht 3-4 mal ein.

Sonst würden die Wurzeln weiterhin im Kreis wachsen, statt ordnungsgemäß nach unten.

Bei mir hat es sich als sinnvoll erwiesen, die ausgetopften Pflanzen schon mal zur anderen Seite flach hinzulegen, so etwa 3 Stück pro Meter.

Auf der Seite, auf der ich im Schlamm hockte (es hat beim Einpflanzen natürlich geregnet) habe ich Pflanzerde geschüttet. Darauf habe ich lässig ein paar Handvoll Hornspäne gestreut. Soweit so gut.

Jetzt musst du die Pflanze ordentlich in den Graben stellen, einen Schwung Erde mit der Hornspäne drauf schieben und festdrücken. So. Das erste Ding steht.

Und genauso machst du weiter, bis die letzte Pflanze im Graben steht. Ich habe für das ganze unterfangen gar nicht so lange gebraucht. Etwa einen Tag, wobei ich den ganzen Vormittag damit verbracht habe, Pflanzen und Erde zu besorgen. Das Einpflanzen an sich ist wirklich unspektakulär.

Danach bin ich dann nochmal zwischen die Pflanzen getreten, habe die Erde somit festgedrückt und nochmal geguckt, ob alle einigermaßen gerade und fest verbuddelt sind.

Damit die Kollegen jetzt ordentlich anwachsen, solltest du die Hecke natürlich mit Wasser versorgen.

Die ausgetochenen Grasnarben habe ich verwendet, um die Hecke nochmal unten zu stabilisieren und zusätzlich, um unserer nassen Parzelle einen weiteren „Schwamm“ zu geben, der das Regenwasser aufnimmt. So muss man sie nicht aufwändig entsorgen und hat noch Nutzen davon.

Ganz frisch und noch etwas „rumpelig“ sieht die Hecke jetzt so aus – ich hoffe mal, sie wird bald ordentlich wachsen, so dass man sie auch wieder etwas in Form schneiden kann:

Kosten für 12 Meter Thujen-Hecke

  • 36 Thujen a 3.- Euro = 108.- Euro (bekommt man auch online zum Beispiel bei
  • 500 Liter Pflanzerde ca. 35.- Euro
  • 2,5 Kilo (reicht für 25qm) Hornspäne = 9.- Euro

Gesamtkosten= 152 Euro

Und so sah ich hinterher aus:

Fazit:

Eine Hecke pflanzen ist insgesamt eine dankbare Aufgabe mit sehr großem Effekt.  Unterschätzen sollte man nicht die Materialbeschaffung. Am besten hast du das Material schon am Vorabend vor Ort.  Auch um den Graben zu buddeln, solltest du Zeit (und Kraft) einplanen. Viel Erfolg beim Hecke Pflanzen! Tipp: wer sich mit dem Material nicht abschleppen möchte, der kann sich selbst Pflanzen von etwa hier bei Hagebau oder Obi anliefern lassen.

Pflanzen kann man generell auch gut hier bei Gärtner Pötschke bestellen, schaut mal rein!

 

Hast du schon mal eine Hecke auf dem Dauercampingplatz gepflanzt? Wie sind deine Erfahrungen?

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Tipp: Hier findest du meine Seite „Die schönsten Geschenke für Camper“.

 

 

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