5. Nach der Katastrophe – der Unfall

Ich habe dir bereits hier berichtet, wie wir überhaupt zum Dauercamping gekommen sind,

dann habe ich hier darüber geschrieben, dass wir unsere geliebte Parzelle verkauft haben

und unsere Suche nach einem neuen, geeigneten Campingplatz habe ich hier beschrieben

und hier, wie unser Alptraum seinen Lauf nahm

Mein Mann redete nach dieser Mitteilung zwei Stunden nicht mehr. Es ist schwierig, wenn ich ein dringendes Bedürfnis habe, darüber zu reden und der Mann schweigt. Wir versuchten erstmal, das beste daraus zu machen, gingen mit den Kindern Eis essen um uns abzulenken.

Jeder hing seinen Gedanken nach. Unser Gesichtsausdruck – frag`nicht!

Uns beiden war bereits zu diesem Zeitpunkt klar: Unter diesen Umständen wollen wir nicht mehr bleiben. Ok. Der Entschluss stand fest.

Am Nachmittag war ich schon wieder am Laptop und schaute nach neuen Campingplätzen. Leider war mittlerweile Mai, die guten Parzellen waren weg. Andere Leute sind auch schon dahinter gekommen, dass ein Dauercampingplatz an der Ostsee (oder anderswo) das schönste auf der Welt ist.
So haben wir uns das alles nicht vorgestellt; vor allem kam jetzt Arbeit und Zeitaufwand auf uns zu, mit dem wir nicht gerechnet haben.

Und die Zeit saß uns im Nacken. Bereits am Sonntag schauten wir uns neue Campingplätze an. Die eine Parzelle war schief, die nächste auf einem unattraktiven Campingplatz. Wir fuhren Sonntag abend frustriert, traurig und völlig erschöpft nach Hause.

Die Woche über telefonierte ich noch ein paar Campingplätze ab. Gelächter.

Und wie ein Wunder hatte ein äußert attraktiver Campingplatz aufgrund eines Erweiterungsbaus noch ein paar Parzellen frei. Also – nichts wie hin da.

Mein Mann und ich fuhren diesmal alleine die zwei Stunden an die Ostsee hoch. Naja, wir wollten. Es kam leider alles anders als geplant.

Auf Höhe Neumünster kam es plötzlich zur Kettenbremsung – der letzte Wagen waren – natürlich – wir. Somit hatten wir einen Blechschaden, während der vor uns fahrende Mercedes SUV – das Paar war gerade auf den Weg nach Sylt, nicht mal einen Kratzer hatte.

Ich stieg aus, legte mein Gesicht in die Hände und schüttelte langsam meinen Kopf. Unsere Unfall-Gegnerin streichelte meinen Arm und sagte: „Es ist doch nur Blech“ – was für eine großartige Geste. Und sie hatte verdammt nochmal recht. Der Ausflug war also beendet.

Wir waren als Auffahrende Schuld am Unfall, so viel stand fest.

Mein Mann telefonierte aus dem Auto heraus mit der Versicherung, die uns eine Vertrags-Werkstatt nannte, zu der wir noch so gerade eben hineiern konnten – über die Landstraße und von der Polizei vorab bis zur nächsten Autobahnabfahrt eskortiert.

Bedröppelt stiegen wir aus unserem Auto aus und ließen es bei der Werkstatt.

Zum Glück konnten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Mit kurzem Essensstop bei unserem Stammgriechen Akropolis, wo der Ouzo am besten schmeckt.

Der Unfall erwies sich leider nicht nur als kleiner Blechschaden…..

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