Was sind Dauercamper?

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Was sind Dauercamper?

Viele haben die Vorstellung, dass Dauercamper diejenigen sind, die dauerhaft auf dem Campingplatz leben.

Das ist aber nicht so. Ich bin fast so keck zu behaupten, dass das die wenigsten sind.

Denn es ist meines Wissens nahezu deutschlandweit verboten, den Erstwohnsitz auf einem Dauercampingplatz anzumelden. Sinn des Campingplatzes ist es, ihn zur Freizeitgestaltung zu nutzen.

Es gibt zwar Dauercampingplätze, die man ganzjährig bewohnen kann. Dann muss der Erstwohnsitz aber mit einer Wohnung in der entsprechenden Gemeinde angemeldet werden. Im Grunde eine Grauzone der Legalität.

Allerdings gibt es sowas wie Bestandsrecht. Das heißt, dass diejenigen, die vor vielen Jahren ihren Dauercampingplatz noch als Erstwohnsitz anmelden durften, weiterhin geduldet werden.

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Wikipedia definiert Dauercamping wie folgt:

Die Ausprägungen des Dauercampens sind sehr unterschiedlich. Sie reichen vom dauerhaft aufgestellten, fahruntüchtigen Wohnwagen oder Wohnmobil mit festen An-, Vor- und Überbauten, Vorgarten mit Zaun und Gartenzwerg bis zum Reisecamper, der einen Stellplatz nur deswegen dauerhaft gemietet hat, weil er ohnehin außerhalb der Urlaubszeit einen Abstellplatz für sein Fahrzeug benötigt und dieses dann auch an Wochenenden wie ein Ferienhaus nutzt. Alle Zwischenformen werden angetroffen.

Eine beliebte Form des Dauercampens ist das Saisoncamping. Hier wird ein Stellplatz für einen längeren Zeitraum – z. B. drei Monate – gemietet. Ein Teil der Familie lebt in dieser Zeit auf dem Campingplatz, während die erwerbstätigen Angehörigen je nach Entfernung zum Wohnort abends oder auch nur am Wochenende dazu kommen.[2]

Bei manchen Campingplätzen ist die Nutzung nicht ganzjährig möglich, z. B. wegen Hochwassergefahr an großen Flüssen, so dass dort auch nur ein Saisoncamping möglich ist. Hierbei beträgt die Länge der Saison meist 8 oder 9 Monate im Jahr.

Vielfach schränken örtliche Bestimmungen die Ausgestaltung des gemieteten Stellplatzes mit festen Anbauten, Zäunen und dergleichen ein, so dass sich diese Plätze oder Platzteile auf den ersten Blick von Campingplätzen für Tourismuscamping kaum unterscheiden.

Manche Dauercampingplätze vermieten nur an Dauercamper, andere nehmen auch eine begrenzte Zahl von Reisecampern auf. Umgekehrt vermieten viele für den Tourismus ausgelegte Campingplätze einen Teil ihrer Stellplätze dauerhaft.

Was sind Dauercamper?

Ich habe letztens in einer meiner Dauercamping-Facebook-Gruppen dazu eine sehr passende Definition von „Dauercampern“ gelesen.

Dort wurde sinngemäß gesagt, dass

Dauercamping alles das ist, was über einen zeitlich beschränkten Urlaub hinaus geht.

Die Mehrheit der Dauercamper sind also diejenigen, die einen festen Dauercampingplatz gepachtet haben und in verschiedenen Ausprägungen dort ihre Zeit verbringen.

Das geht von Familien mit Kindern, die die meisten Sommer-Wochenenden und (nahezu) alle Ferien dort verbringen bis zu Rentern, die die komplette Sommersaison auf dem Campingplatz verbringen.

Aufgrund unserer Berufstätigkeit zähle ich uns zu den Erstgenannten.

Auch unterscheiden sich die Dauercamping-Verträge von denen der Saisoncampern. Die Saisoncamper buchen  – wie der Name schon sagt – nur für einen begrenzten Zeitraum ihre Parzelle.

Wir haben einen andauernd bestehenden Pachtvertrag, der sich so lange erneuert, bis wir aktiv kündigen.

Unterschiede auf dem Campingplatz

Wenn man über den Campingplatz geht, kann man recht schnell die Reisecamper von Saison- und Dauercamper unterscheiden.

Dauercamper haben sich deutlich häuslich eingerichtet.

Da wird die Toilette im Wohnwagen sogar an die Kanalisation angeschlossen, das Vorzelt ist fest oder oft ausgebaut. Zumindest aber mit einer stabilen Vorzeltbodenkonstruktion (lies hierzu auch meinen Bericht wie baut man einen Vorzeltboden für Dauercamping) verankert.

Eine sauber angelegte Hecke, ein solider Schuppen und ein Pavillon stehen oft auf den Parzellen. Auf Gartenzwerge möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, aber sie sind ein sichers Zeichen, ach, egal.

Und so schön sich das alles anhört, aus meiner Sicht ist Dauercamping nicht ohne eine gewisse Leidenschaft machbar. Denn es verlangt dir auch viel an Disziplin ab. Was ich damit meine, habe ich in meinem Bericht „13 Herausforderungen für Dauercamper “ genauer erläutert.

Fazit:

Dauercamper sind keineswegs diejenigen, die auf einem Campingplatz leben. Dauercamping ist vielmehr – ähnlich einem Ferienhaus – eine Art Zweitwohnsitz, um dort seine Freizeit zu verbringen. Die Ausprägungen sind unterschiedlich. Von ganzer Saison bis „nur am Wochenende“ ist alles darunter vertreten.

Was für ein Dauercamper bist du?

Übrigens: Hier habe ich einen Beitrag über die schönsten Geschenke für Camper geschrieben. Du willst keinen Beitrag mehr verpassen? Dann folge mir auf Facebook! und es gibt Dauercamper.info auch hier auf Instagram.

 

Geschnke für Camper

 

 

 

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